Offener Brief: Die Wirtschaft zur Verantwortung rufen

  • Faire Arbeit
  • Umweltverantwortung und zirkuläres Wirtschaften

Über 25 B Corps in Deutschland haben einen offenen Brief an die Wirtschaft unterschrieben, in dem sie die Wirtschaft auffordern, die gewinnmaximierende Ausrichtung des letzten Jahrhunderts in Frage zu stellen und Verantwortung für die Auswirkungen auf alle Beteiligten zu übernehmen.

Hallo Wirtschaft,

seit über 100 Jahren fährst du den gleichen Weg und stellst Gewinne über alles: Über die Umwelt, über die Gemeinschaft, über das Wohl der Menschen.

Dabei zeigt uns nicht nur unser Planet, sondern auch die Gesellschaft mehr als deutlich, dass dieser Weg keine Zukunft hat. Wir brauchen einen Wandel des Wirtschaftssystems. Einen Ansatz, der die Bedürfnisse aller mit einbezieht.

Als zertifizierte B Corporations zeigen wir, dass das funktioniert. Wir durchbrechen die Grenzen deines Denkens und gehen darüber hinaus. Nicht durch große Floskeln, sondern durch die permanente und messbare Verbesserung unserer ökologischen und sozialen Leistung.

Wir, das sind über 6500 Unternehmen weltweit, mehr als 70 davon aus Deutschland. Wir sind eine globale Bewegung, die stetig wächst und jeden Tag daran arbeitet, die Weltwirtschaft in ein integrativeres, gerechteres und regeneratives System zu verwandeln.

Es ist nicht mehr die Zeit, nur zu reden, sondern allerhöchste Zeit, zu handeln. Zeit, die Kraft der Wirtschaft für Veränderungen zu nutzen. Hin zu transparentem Klimaschutz, zu fairen Lieferketten und zu einem globalen Miteinander. Aber um das zu schaffen, müssen alle mitmachen – große Konzerne genauso wie kleine Start-Ups.

Als B Corporations arbeiten wir Hand in Hand. Ohne den Anspruch, perfekt zu sein. Aber mit dem festen Willen, voneinander zu lernen, der Verpflichtung, alle Stakeholder:innen mit einzubeziehen und dem Anspruch, stetig besser zu werden. Und vor allem eins: zu handeln. Schließt euch uns an und werdet Teil der weltweiten B Corp-Bewegung!

We are B Corps. We go beyond.

Alle Unterzeichnenden:
Stand 19.Juli 2023

EVERGREEN GmbH

infarm

Nespresso

Weleda

respektive1 GmbH

PNZ Produkte GmbH

altamedinet

Unique-U

ecotree

Y2B

innocent

Wildling Shoes GmbH

Innate Motion

ekomia GmbH

ANINSU

Nextview Consulting

the nu company GmbH

Vinokilo

neosfer GmbH

Tomorrow GmbH

Sustainable Growth Associates GmbH

neu.land GmbH

Startnext GmbH

soulproducts GmbH

fairpension

Elephant Gin GmbH

ferrer

The Makers Food

share GmbH

Chiesi GmbH

railslove

Danone D-A-CH

St. Oberholz Consulting GmbH

Freche Freunde erdbär GmbH

Peerigon GmbH

Endeva

GOT BAG

Den offenen Brief herunterladen

Du kannst einen Beitrag leisten, indem du den Offenen Brief verbreitest. Einfach hier downloaden. Vielen Dank!

Die Bestimmung des richtigen Tracks. Eine Anleitung.

  • Bildung
  • Umweltverantwortung und zirkuläres Wirtschaften

In diesem Artikel zeigen wir, worauf bei der Auswahl des Sektors als Grundlage für den richtigen Track zu achten ist.

Diese Einordnung ist oft nicht eindeutig und kann Fragen aufwerfen, weshalb wir hier die zentralen Triggerfragen besprechen, die die unterschiedlichen Tracks auslösen. Jeder Track stellt quasi eine Version des B Impact Assessments dar, die jeweils unterschiedliche Fragen und eine variierende Punktegewichtung beinhalten.

Wir behandeln folgende drei Kernfragen:

  • Warum ist die Einordnung in den richtigen Sektor als Grundlage für den Track überhaupt wichtig?
  • Welches sind die zentralen Triggerfragen zur Bestimmung des richtigen Sektors?
  • Was mache ich, wenn ich aus Versehen auf dem falschen Track gelandet bin?

Alle Grafiken dieses Artikels sind zudem gesammelt hier einzusehen.

Einleitung

Es gibt viele verschiedene Versionen des B Impact Assessments (BIA) ist, die im Wesentlichen durch drei Faktoren bestimmt werden:

  • Größe des Unternehmens (“Size”) – bestimmt durch die Anzahl der Mitarbeitenden auf Basis auf Vollzeitäquivalent
  • Sektor/Branche (“Sector”), in welchem das Unternehmen operiert
  • Markt (“Market”) – bestimmt durch den Standort des Unternehmens, wo die meisten Mitarbeitenden angestellt sind

Diese Faktoren werden gleich zu Beginn, bei der Registrierung für das BIA, abgefragt und führen zu der Auswahl des sogenannten “Tracks” für das Unternehmen. Dieser wiederum bestimmt die Auswahl der Fragen, die ein Unternehmen im Rahmen des BIAs beantwortet. Es ist daher wichtig diese Einordnung von Anfang an korrekt vorzunehmen, um eine potentielle, nachträgliche Änderung des Tracks zu vermeiden, die in der Regel zu Veränderungen im Fragenkatalog und zu Mehraufwand führt. Die Auswahl des richtigen Sektors ist hierbei besonders wichtig.

Bevor wir starten, wollen wir zunächst den Kontext schaffen.

Warum ist die Einordnung in den richtigen Sektor relevant?

Die Einordnung in den richtigen Sektor ist deshalb so wichtig, weil dieser die Auswahl und Gewichtung der Fragen bestimmt. Diese reflektiert die Interessen der verschiedenen Stakeholdergruppen, die je nach Sektor und Branche unterschiedlich sind. So wird beispielsweise ein kleines Beratungsunternehmen mit einem Büro weniger Fragen zur Lieferkette oder zu seinen Umweltauswirkungen beantworten müssen als ein großes produzierendes Unternehmen, für welches es wichtiger ist, die Details der Lieferkette zu kennen oder Aspekte im Bereich Arbeitssicherheit zu untersuchen. Grundsätzlich gilt: Je komplexer der Sektor, in dem das Unternehmen tätig ist, desto mehr Fragen werden im BIA gestellt und desto geringer werden Fragen (zwangsläufig) gewichtet.

Welches sind die zentralen Triggerfragen zur Bestimmung des richtigen Sektors?

Die erste grundlegende Frage lautet: „Womit macht das Unternehmen seinen Umsatz, durch den Verkauf einer Dienstleistung oder eines physischen Produkts?” Wenn die Antwort lautet “Beides”, dann ist entscheidend, ob mehr als 10% aus dem Verkauf eines physischen Produkts umgesetzt werden. Wenn ja, dann lautet die Antwort “Physisches Produkt”. Diese Unterscheidung hilft bei der späteren Einordnung.

Beispiel: Ein Friseur (Dienstleistung) verkauft in Geschäft auch Haarpflegeprodukte, die 20 % des Umsatzes ausmachen. In diesem Fall ist die Auswahl “Physisches Produkt” korrekt.

Andererseits, wenn ein Dienstleistungsunternehmen Einnahmen aus dem Verkauf physischer Produkte hat, diese aber nicht 10% des Umsatzes übersteigen, dann bleibt es bei der Auswahl “Dienstleistung”.

Dienstleistung vs. Physisches Produkt

Bleiben wir beim Fall der Dienstleistung. Hier lautet dann die nächste Frage „Benötigt das Unternehmen für die Erbringung der Dienstleistung einen physischen Raum oder eine bestimmte Ausrüstung, um diese Dienstleistung zu erbringen?” Wenn die Antwort “Ja” ist, dann lautet der richtige Sektor “Services with significant environmental impact”. Wenn die Antwort “Nein” ist, dann lautet der richtige Sektor “Services with minor environmental impact”

Achtung! Büroräume sind von der Betrachtung ausgenommen.

Beispiel: Wenn ein Friseur einen Salon benötigt, um seine Dienstleistung zu erbringen, ist dieser im Sektor „Dienstleistung mit einer erheblichen Umweltauswirkung“. Eine Beratungs- oder Marketingfirma hingegen, die außer ihrem Büro keinen physischen Raum benötigt, ist auf dem Sektor „Dienstleistung mit geringer Umweltauswirkung“.

Physisches Produkt

Zurück zum “Physischen Produkt”: Wenn also 10 % oder mehr der Einnahmen eines Unternehmens aus dem Verkauf physischer Produkten stammen, stellt sich anschließend die Frage: „Trägt das Unternehmen zu einem bestimmten Zeitpunkt Verantwortung für die Produkte oder die Produktion (ganz oder zum Teil)?“. Anders gesagt, produziert das Unternehmen Produkte in eigenen Anlagen mithilfe von angestellten Mitarbeitenden?

Bei “Ja” folgt der Entscheidungsbaum 1, bei “Nein” der Entscheidungsbaum 2.

 

Beispiele:

Bei einem Geschäft, welches Waren einkauft, um sie dann weiterzuverkaufen, lautet die Antwort „Ja“ (-> Entscheidungsbaum 1).

Bei einer Online-Plattform, welche die Produkte über einen Dropshipping-Mechanismus verkauft (bei dem das Unternehmen die Produkte, die es verkauft, nicht selbst einkauft, wie z. B. Ebay oder Etsy) und damit zu keinem Zeitpunkt Eigentümerin der Produkte ist, lautet die Antwort dagegen „Nein“ (-> Entscheidungsbaum 2).

Entscheidungsbaum 1 (s. Abb. unten)

Wenn ein Unternehmen weniger als 10% der verkauften Produkte selbst herstellt, dann lautet die Antwort “Nein” und der richtige Sektor ist “Wholesale/Retail”.

Wenn dagegen ein Unternehmen mehr als 10% der verkauften Produkte selbst herstellt, dann lautet die Antwort “Ja” und es folgt eine weitere Triggerfrage: “Stammen Teile des verarbeiteten Materials aus pflanzenbasierter Landwirtschaft?” Ist die Antwort “Nein”, lautet der richtige Sektor “Manufacturing”.

Lautet die Antwort auf diese Frage hingegen „Ja“, ist die nächste Triggerfrage ob “mehr als 10% des verarbeiteten Materials aus firmeneigenen Plantagen bzw. Feldern stammt?”. Bei “Ja”, ist der richtige Sektor “Agriculture/Growers”.

Achtung! Wenn das nicht der Fall ist, das Unternehmen aber für über 50% der Ausgaben für Lieferanten/Erzeuger:innen aus der Landwirtschaft aufkommt, dann ist der richtige Sektor für das Unternehmen dennoch “Agriculture/Growers”.

Betragen die Ausgaben für Lieferanten/Erzeuger:innen aus der Landwirtschaft weniger als 50%, ist der richtige Track “Manufacturing”.

Achtung! Bei der 50%-Grenze werden Ausgaben für Marketing, Gehälter und Miete für Büroräume nicht berücksichtigt.

Entscheidungsbaum 2

Wir erinnern uns, dass bei Online-Plattformen (z.B.), welche zu keinem Zeitpunkt die verkauften Produkte selbst einkauft (wie z. B. Ebay oder Etsy) der Entscheidungsbaum 2 anzuwenden ist.

Hier ist die zentrale Triggerfrage: „Verfügt das Unternehmen über einen physischen Raum (z. B. ein Geschäft oder ein Lager) oder physische Ausrüstung (z.B. Maschinen)?”. Wenn die Antwort „Ja“ lautet, dann ist der richtige Sektor “Services with significant environmental impact”. Beo „Nein“ ist der richtige Sektor “Services with minor environmental impact”.

Werden alle richtig Triggerfragen beantwortet, seid ihr auf dem richtigen Track! Falls ihr die Darstellungen noch einmal gesammelt betrachten wollt, hier geht es zur Präsentation.

Was mache ich, wenn ich aus Versehen auf dem falschen Track gelandet bin?

Das ist kein Problem. Ihr habt die Möglichkeit den Track selbstständig zu ändern. Dafür geht ihr ins Dashboard des BIAs, wo ihr direkt die “Track Details” findet. Dort einfach auf “Update Track” klicken, dann könnten ihr die entsprechenden Anpassungen vornehmen.

Das gilt im Übrigen auch für Unternehmen, die sich rezertifizieren lassen und sich womöglich das Geschäftsmodell oder die Größe verändert hat.

Wir hoffen, der Artikel hat euch geholfen den für euch richtigen Sektor zu bestimmen. Damit seid ihr auf dem richtigen Track und könnt nun mit dem B Impact Assessment loslegen.

Fairer Kaffee aus Berlin

  • Einzelhandel
  • Umweltverantwortung und zirkuläres Wirtschaften

Ein Interview mit Coffee Circle CEO Martin Elwert über Community.

Martin Elwert

Die Sonne geht auf, ein neuer Tag beginnt und in Millionen Küchen auf der Welt qualmt eine Tasse Kaffee auf dem Tisch. Das braune Pulver, das bei vielen zum Alltag gehört, ist eines der wertvollsten Rohstoffe der Erde. Weltweit verdienen circa 125 Millionen Menschen mit Kaffee ihren Lebensunterhalt. Was vielen nicht bewusst ist, dass Kaffee hauptsächlich von Kleinbäuer*innen angebaut wird. Von der milliardenschweren Kaffeeindustrie fließt jedoch nur ein Bruchteil der Einnahmen zurück an die Bäuer*innen. Um genau zu sein erhalten sie für einen drei Euro teuren Kaffee im Durchschnitt nur 3 Cent. Das reicht in vielen Fällen nicht einmal aus, um die Lebenshaltungskosten zu decken. Angetrieben von der Vision die Wertschöpfungskette von Kaffee neu zu denken, will die Zertifizierte B Corp Coffee Circle neue Maßstäbe für fairen Konsum setzen.

In diesem Jahr hat das deutsche Unternehmen den Award “Best of Community” erhalten, ist aber bereits seit 2016 Teil des B Corp-Movements. “Best of Community” bedeutet, dass es zu den leistungsstärksten (weltweit top 5%) B Corps im Wirkungsbereich “Community” in seiner Größenklasse gehört. Coffee Circle setzt sich nicht nur dafür ein, dass Kaffee-Bäuer*innen fair bezahlt werden, sondern arbeitet zusammen mit den Menschen vor Ort an Projekten, die das Leben in den Ursprungsländern des Kaffees verbessern. CEO Martin Elwert hat B Leader Fabian Vermum nach dem Gewinn des Awards in einer Kaffeepause ein bisschen mehr über die Anfänge des Unternehmens, das Impact Business Model und ihre Zusammenarbeit mit ihrer Community erzählt.

Fabian: Was haben deine Mitgründer Moritz, Robert und dich bewegt Kaffee zu verkaufen?

Martin: Das erste Mal, dass wir über Kaffee nachgedacht haben, war während unserer Reise nach Äthiopien. Dort haben wir Moritz’ Bruder beim Bau einer Schule unterstützt. Als wir aus Äthiopien zurückkamen, haben wir überlegt, wie wir unseren Teil leisten können. Durch unsere gesammelte Erfahrung und die geschichtsträchtige Vergangenheit von Kaffee in Äthiopien, kam uns die Idee Kaffee zu verkaufen. Von Anfang an war uns klar, dass wir möglichst ohne Zwischenhändler*innen arbeiten wollen. Gleichzeitig wollten wir der Community vor Ort etwas zurückgeben. So entstand die Idee 1€ pro Kilogramm Kaffee in die Ursprungsländer zurückzugeben.

F: Auf eurer Website sprecht ihr offen über die vielen Siegel und Zertifizierungen, die es gibt. Warum habt ihr euch entschieden dem B Corp-Movement beizutreten?

M: Grundsätzlich würde ich unterscheiden zwischen Standard-Siegeln einzelner Produkte, von denen einige auch nur Mindeststandards sind und B Corp. B Corp ist einer der wenigen Standards, der sich tiefergehend mit dem Thema soziale und ökologische Verantwortung auseinandersetzt.

F: Ihr habt den Best of The World-Preis für den Wirkungsbereich “Community” gewonnen. Wie definiert ihr eure Community?

M: Die Community sind für uns alle Leute, die mit uns zusammenarbeiten, von unseren Kund*innen bis zu unseren Partner*innen in den Ursprungsländern. Uns ist wichtig, dass wir unseren Partner*innen auf Augenhöhe begegnen und auch persönlich vor Ort sind. Unser Impact Business Model ist insofern besonders, als wir unser Produkt von da beziehen, wo wir auch wieder etwas zurückgeben. In unserem Fall geben wir 1€ pro Kilogramm Kaffee zurück an Menschen, die den Kaffee anbauen. Eigentlich mag ich dieses Wort „geben“ in dem Zusammenhang nicht, nur technisch gesehen ist es korrekt. Mir ist wichtig zu betonen, dass wir das Geld nicht einfach irgendwohin spenden, sondern versuchen es in unsere Value Chain zu integrieren. Unsere Partner*innen verdienen sich das Geld durch qualitative Produkte, was, wie ich finde, deutlich würdevoller und effektiver ist, als durch traditionelle Spenden-Modelle.

F: Welche Rolle spielen die persönlichen Beziehungen zu euren Lieferant*innen? Wie erhaltet ihr diese Beziehungen?

M: Beziehungen werden aufgebaut, indem man sie pflegt. Das bedeutet, dass man nicht nur hinfährt, wenn es etwas zu tun gibt, sondern sich kontinuierlich gegenseitig unterstützt. Sofern es möglich ist, besuchen wir unsere Partner*innen regelmäßig. Über viele Jahre hinweg sind so auch Freundschaften entstanden, die über ein reines Arbeitsverhältnis hinausgehen. Weil wir Tage und Nächte, z.T. in Zelten inmitten der Communities verbringen, ist eine besondere Verbindungen zu den Einwohner*innen entstanden. Dieses enge Verhältnis zu den Menschen hilft uns natürlich auch die lokalen Probleme zu verstehen und zusammen Projekte zu designen, die wirklich den Bedarf der Communities decken. Das Allerwichtigste für uns ist der respektvolle Umgang auf Augenhöhe mit unserer Community.

F: Wie wählt ihr eure Projekte aus, die ihr unterstützt?

M: Zuallererst sprechen wir mit unserer Community, um zu verstehen, wo wirklich Bedarf ist. Bei größeren Projekten führen wir sogar mehrwöchige Baseline-Studien durch, um den Impact des Projekts noch besser zu verstehen. Was wir vermeiden wollen, ist Abhängigkeiten zu schaffen. Als Beispiel: Wir würden eine Schule bauen und auch dafür Sorgen, dass die Regierung Lehrer*innen stellt, aber das Personal nicht selbst bezahlen. Denn wenn wir plötzlich nicht mehr in der Lage wären Geld zu geben, würde das ganze System in sich zusammenfallen. Auch wenn wir in Bezug auf unsere Projekte vieles intuitiv richtig gemacht haben, hat uns die B Corp-Zertifizierung geholfen alle Perspektiven mitzudenken. Der wahre Wert von B Corp entsteht erst, wenn man es als Managementsystem nutzt. Das heißt, besonders Firmen, die sich stetig weiterentwickeln wollen, profitieren von dem B Corp Assessment (auch “B Impact Assessment” genannt), da es hilft das Thema soziale und ökologische Verantwortung ganzheitlich anzugehen.

F: Auf welches Projekt seid ihr besonders stolz?

M: Das schönste Projekt war die erste Schule, die wir gebaut haben. Neben allen anderen wichtigen Themen ist Bildung für mich ein Herzensthema. Außerdem haben wir damals eine unglaubliche Unterstützung durch unsere Kooperationspartner*innen bekommen. Wir hatten Probleme mit der Regierung, da wir keine angemeldete NGO waren. Deshalb sind unsere Geldtransfers, die gebraucht wurden, um Material zu kaufen, nicht angekommen. Damit das Projekt trotzdem weitergehen konnte, hat der Schulleiter von tausenden Menschen kleinste Geldsummen eingesammelt. Die Community hat uns also das Geld vorgestreckt, bis wir ihnen das Geld zurückgeben konnten. Die Schule steht immer noch und das Projekt ist bis heute ein großer Erfolg. So etwas ist nur möglich, weil wir so eine enge Beziehung zu den Menschen aufgebaut haben.

F: Wie hilft euch B Corp bei eurer Suche nach internationalen Partner*innen?

M: Was uns am meisten hilft ist die globale Community von B Corp. Besonders bei der Auswahl von neuen Partner*innen erleichtert sie uns das Leben. Wir arbeiten zum Beispiel mit Daterra, einer B Corp-zertifizierten Farm in Südamerika, zusammen. Weil sie auch Teil der B Corp Community ist, wussten wir von Anfang an, dass wir ein ähnliches Verständnis von unternehmerischer Verantwortung haben. Mit dieser Grundlage konnten wir ein erfolgreiches Arbeitsverhältnis starten, welches bis heute hält.

F: Wenn du Coffee Circle mit der Reise einer Kaffeebohne vergleichen müsstest, an welcher Stelle befindet ihr euch gerade und wo geht die Reise hin?

M: (Lacht) Ich glaube wir sind schon gepflückt, aber ich weiß nicht, ob wir schon aufbereitet wurden. Verschifft wurden wir definitiv noch nicht. Ich denke wir befinden uns immer noch bei der Aufbewahrung im Ursprungsland.

Interview mit Business Sustainability Analystin Nicola Tröge zum Thema Rezertifizierung

  • Umweltverantwortung und zirkuläres Wirtschaften

Für alle zertifizierten B Corps steht in spätestens drei Jahren die Rezertifizierung an. Für viele B Corps stellt sich dahingehend die Frage “Wie gehen wir das Thema besten an, wie bereiten wir uns vor”? Wir haben uns daher sehr gefreut ein Interview mit Nicola Tröge führen zu können, die als Business Sustainability Analystin bei B Lab Europe Unternehmen im Rezertifizierungsprozess begleitet. In diesem Interview gibt sie wertvolle Einblicke in Ihre Arbeit und Tipps, was B Corps tun können, um sich bestmöglich vorzubereiten.

Nicola, schön, dass Du dir Zeit nimmst für unsere Fragen! Du bist Business Sustainability Analystin im Review Team von B Lab Europe. Kannst du kurz beschreiben, was das genau heißt und wofür Du verantwortlich bist?

Als Business Sustainability Analysten leiten wir Unternehmen durch die sogenannte Verifizierungsphase. In dieser Verifizierungsphase werden die Antwortoptionen, die innerhalb des Assessments ausgewählt wurden, verifiziert. Im Laufe dieses Prozesses werden zum Beispiel Belege angefordert, die die ausgewählten Antwortoptionen bestätigen. Als Business Sustainability Analysten stehen wir demnach im regen Austausch mit Unternehmen, um festzustellen auf welche Art und Weise positiver Impact kreiert wird. Wir helfen Unternehmen dabei, diesen positiven Impact richtig im Assessment widerzuspiegeln und der resultierende finale Punktestand entscheidet am Ende der Verifizierungsphase darüber, ob ein Unternehmen Teil der B Corp Community wird oder bleibt (im Falle einer Rezertifizierung).

Stichpunkt „Rezertifizierung“. Alle zertifizierten B Corporations müssen spätestens alle drei Jahre die Rezertifizierung durchlaufen. Worauf achtest Du in dem Prozess besonders?

Im Grossen und Ganzen ähnelt die Rezertifizierung der ursprünglichen Zertifizierung. Es wird erneut ein Assessment seitens des Unternehmens ausgefüllt und es werden ebenfalls die Phasen der Evaluierung und der Verifizierung durchlaufen. In diesen Phasen werden erneut Informationen in Bezug auf beispielsweise die Unternehmensstruktur und das Produkt- und Serviceangebot der B Corp angefragt.

In Bezug auf die Rezertifizierung wird besonderes Augenmerk auf Veränderungen innerhalb der B Corp gelegt. Hat sich die Mission des Unternehmens verändert? Werden neue Produkte oder neue Services angeboten? Haben sich die bestehenden Produkte oder Services möglicherweise verändert? Dies sind unter anderem wichtige Aspekte, die den positiven Impact des Unternehmens beeinflussen können.

Die Rezertifizierung kann als neue ‘Bestandsaufnahme’ gesehen werden. In einem Zeitfenster von drei Jahren kann sich in Unternehmen viel verändern und wir möchten diese Veränderungen im Assessment widerspiegeln. Das kann zum Beispiel dazu führen, dass ein neues Impact Business Model zutrifft. Ein Beispiel dafür wäre ein Lebensmittelhersteller, der innerhalb der drei Jahre zusätzlich Fairtrade-zertifizierte Inhaltsstoffe eingeführt hat. Der positive Impact, der durch diese Umsetzung erreicht wird, wird durch ein zusätzliches Impact Business Model im Assessment widergespiegelt.

Viele Unternehmen nutzen dieses Zeitfenster von drei Jahren auch, um den unternehmenseigenen Impact zu verbessern. Hier bietet auch das Assessment-Tool direkte Hilfestellungen. Unternehmen können dafür zum Beispiel einen persönlichen ‘Improvement Report’ im B Impact Assessment erstellen. Viele Unternehmen verbessern auf diese Art und Weise im Vergleich zur Erstzertifizierung ihren positiven Impact und infolgedessen auch ihren Punktestand.

 

Hast Du den Eindruck, dass manche Unternehmen sich mit der Rezertifizierung schwerer tun als bei der Erstzertifizierung und wenn ja, warum?

Diese Frage lässt sich pauschal schwer beantworten. Es gibt aber mehrere Aspekte, die beeinflussen können, ob sich Unternehmen mit der Rezertifizierung schwerer tun als mit der Erstzertifizierung.

Viele Unternehmen empfinden es als Vorteil, dass sie sich bereits mit der Art und Weise, wie das Assessment funktioniert, auskennen. So haben bestehende B Corps schon ein Verständnis für beispielsweise die Impact Areas, den Aufbau der Fragen und den Ablauf des Verifizierungsprozesses.  Das kann dazu beitragen, dass es B Corps wesentlich einfacher fällt, die Rezertifizierung zu durchlaufen.

Durch die Erstzertifizierung wissen Unternehmen auch, welche Art von Dokumentation angefragt wird. Das erleichtert die Vorbereitung auf die Rezertifizierung. Die Belege können so beispielsweise im Laufe der drei Jahre mit Hinblick auf die Rezertifizierung besser vorbereitet werden.

Während der Erstzertifizierung (und jeder weiteren Rezertifizierung) können Unternehmen zudem Möglichkeiten erkennen, ihren Impact zu verbessern. Viele Unternehmen nutzen das B Impact Assessment so aktiv über die Jahre als Tool, um gewisse Aspekte in die Unternehmenspraxis zu integrieren.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass sich innerhalb von drei Jahren nicht nur höchstwahrscheinlich die Unternehmenspraxis innerhalb der B Corp verändert, sondern sich ebenfalls die Standards seitens B Lab weiterentwickeln. Insbesondere in Bezug auf Rezertifizierungen ist es wichtig, zu verstehen, dass es in einem Rhythmus von circa drei Jahren zu so genannten ‘Version Changes’ kommt. Durch solche Veränderungen kann es zum Beispiel dazu kommen, dass B Corps im Rahmen der Rezertifizierung neue Fragen beantworten müssen, die während der Erstzertifizierung nicht abgefragt wurden.

Die existierenden Standards werden verändert, um sicherzustellen, dass die Art und Weise wie ‘positiver Impact’ definiert und evaluiert wird, stetig verbessert wird. Das Niveau der Standards steigt daher über die Jahre stetig an. So kann die Rezertifizierung für Unternehmen, deren Punktestand bei der Erstzertifizierung nahe der 80-Punkte-Minimumgrenze lag, eine Herausforderung darstellen. Insbesondere für solche Unternehmen kann es interessant sein, das Assessment als Tool zu nutzen, um zu erkennen in welchen Bereichen Verbesserungspotential besteht. Im Hinblick auf die anstehende Rezertifizierung können dann bestimmte Praktiken integriert werden, die Unternehmen  auf das steigende Niveau der Standards vorbereitet.

 

Was sind aus Deiner Sicht die zentralen Voraussetzungen, damit Unternehmen ohne große Hürden durch den Prozess kommen?

Ich würde gerne auf vier Aspekte eingehen, die einen reibungslosen Verifizierungssprozess fördern.

  1. Bevor die Verifizierungsphase beginnt, werden Unternehmen darum gebeten, die Unternehmensstruktur zu dokumentieren. Dies ist ein wichtiger Schritt, da die Unternehmensstruktur und in Beziehung stehende Marken das Assessment beeinflussen können. Wenn dieser Aspekt zu Beginn korrekt dokumentiert wird, können nachträgliche Veränderungen vermieden werden, die zusätzlichen Aufwand bedeuten. Es ist wichtig in Erinnerung zu behalten, dass Unternehmen zertifiziert werden und nicht Marken als solche.

  2. Ein weiterer Aspekt, der im besten Falle vor der Rezertifizierung abgeschlossen werden sollte, ist die Anpassung der Unternehmenssatzung. Die Eingliederung der zusätzlichen Paragraphen in die Unternehmenssatzung nimmt in der Regel Zeit in Anspruch und es ist daher sinnvoll diese Anpassung vorab zu vervollständigen. Ein wichtiger Tipp diesbezüglich; sollte die Unternehmensstruktur mehrere Unternehmen enthalten, so ist es ratsam unsere Community Manager zu kontaktieren, um festzustellen welches Unternehmen die Anpassung vollziehen sollte.

  3. Wie bereits erwähnt, ist es sehr wichtig, dass alle ausgewählten Antwortoptionen mit Dokumentation belegt werden können. Die Auswahl der Antwortoptionen sollte auf Basis bestehender schriftlicher Dokumentation getroffen werden, damit deutlich gemacht werden kann, welche Aspekte in die Unternehmenspraxis integriert sind.

  4. Ein weiterer Aspekt, der dazu beiträgt, dass die Rezertifizierung ohne grosse Hürden vollendet werden kann, ist das Erörtern von Verbesserungspotential im Rahmen des Assessments. Wie bereits besprochen, kann das B Impact Assessment als Tool genutzt werden, um den positiven Impact, den das Unternehmen kreiert zu verbessern. Das bereitet Unternehmen auf das steigende Niveau der Standards vor und trägt zu einem erfolgreichen Rezertifizierungsprozess bei.

 

Die B Corp-Bewegung wird auch als “Movement of Improvement” bezeichnet: wie wichtig sind Impact-Verbesserungen für die Rezertifizierung? 

Als “Movement of Improvement” verstehen wir uns als Bewegung, die kontinuierlich lernt und sich verbessert. Die existierenden Standards und Prozesse werden verändert, um sicherzustellen, dass die Art und Weise wie ‘positiver Impact’ definiert und evaluiert stetig verbessert wird. Das Niveau der Standards steigt daher über die Jahre stetig an.

Während die Minimumgrenze von 80 Punkten als solche besteht, so geht es im Rahmen der B Corp Bewegung doch darum den positiven Impact in Bezug auf soziale und umweltbezogene Aspekte über die Zeit zu verbessern.

Nachdem die Erstzertifizierung abgeschlossen wurde und ein Unternehmen Teil der B Corp Community geworden ist, bestärken wir Unternehmen das “Movement of Improvement”-Mindset im Unternehmen zu integrieren. So kann das B Impact Assessment wie erwähnt, als genutzt werden, um zu erkennen in welchen Bereichen Verbesserungspotential besteht. Sollte ein Unternehmen beispielsweise während der Erstzertifizierung kein “Environmental Management System” implementiert haben, so könnte dies ein Aspekt sein, der innerhalb der drei Jahre in Vorbereitung auf die Rezertifizierung eingeführt werden kann.

 

Welche Tipps würdest Du Unternehmen geben, die sich jetzt für die Rezertifizierung vorbereiten? Wie viel Vorlaufzeit sollen diese einplanen?

Es ist hilfreich, sich im Voraus auf die Rezertifizierung vorzubereiten, da auf diese Weise ein erfolgreicher Verifizierungsprozess gefördert wird. Die Zeit der Vorbereitung kann dabei je nach Unternehmensgröße und Komplexität variieren. Daher teile ich im Folgenden ein paar generelle Tipps:

Zum einen empfehle ich, sich nach der Erstzertifizierung, wenn sich Unternehmen gerade intensiv mit dem Assessment beschäftigt haben, schon strategisch mit der Rezertifizierung auseinander zu setzen. Das erlaubt es Unternehmen den Zeitraum von drei Jahren bis die Rezertifizierung ansteht effizient zu nutzen, um sich auf die Rezertifizierung vorzubereiten. Es kann beispielsweise hilfreich sein, den “Improvement Report” im B Impact Assessment als Tool zu nutzen, um gewisse Aspekte bis zur Rezertifizierung in die Unternehmenspraxis zu integrieren.

Es ist wichtig, dass die ausgewählten Antwortoptionen im Assessment belegt werden können. Ein Tipp diesbezüglich ist, Dokumentation für die ausgewählten Antwortoptionen bereitzuhalten. Diese könnte beispielsweise schon zusammengetragen werden, wenn das Assessment ausgefüllt wird, damit ein Großteil der Belege den Unternehmen während der Verifizierungsphase bereits vorliegen.

Ein weiterer Tipp ist es, schon zu Beginn der Rezertifizierung unternehmensinterne Experten für die unterschiedlichen Impact Areas zu involvieren. Das B Impact Assessment deckt unterschiedliche Bereiche des Unternehmens ab und es ist selten nur eine Person, die sich mit allen Aspekten auskennt. Es ist daher empfehlenswert in einem Team von Experten zu arbeiten. Das fördert beispielsweise die Auswahl der richtigen Antwortoptionen gleich zu Beginn der Rezertifizierung. Werden dann Belege in der Verifizierungsphase angefragt, so können diese höchstwahrscheinlich bereitgestellt werden, da die Antwortoption von Experten aus dem jeweiligen Bereich ausgewählt wurde.

Liebe Nicola, ein großes DANKE an Dich, für Deine Zeit und die wertvollen Tipps!

Liebe B Corps, wir hoffen, dass wir Euch damit ein paar hilfreiche und wertvolle Insights mit auf den Weg geben konnten. Wenn Ihr weitere Fragen habt, dann meldet Euch gerne beim B Lab Deutschland-Team: germany@bcorporation.eu

Sympatex: Collaboration and Innovation in the Circular Economy

  • Einzelhandel
  • Umweltverantwortung und zirkuläres Wirtschaften

“Unser primärer Strategiefokus ist auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und dieses Ziel ist sogar höher gewichtet als kurzfristige finanzielle Vorteile”

Sympatex wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal in der Kategorie Umwelt als “Best for the World” ausgezeichnet. Wir stellen Rüdiger Fox, CEO bei Sympatex, 5 Fragen dazu und erfahren u.a. warum Wettbewerb nicht mehr funktionieren kann und warum es eine gute Idee war, das Unternehmen 2016 für einen Tag zu schließen.

 

Was hat aus Deiner Sicht zu dieser Auszeichnung geführt? Was repräsentiert die hohe Punktzahl in der Kategorie?

Wir haben bei Sympatex das Thema Nachhaltigkeit als Unternehmensziel festgelegt. Wir stehen dafür ein, dass jedes Unternehmen seine Ziele in einem größeren sozial-ökonomischen System in dieser komplexen Welt betrachten muss. Insofern ist unser primärer Strategiefokus auf Nachhaltigkeit ausgerichtet und dieses Ziel ist sogar höher gewichtet als kurzfristige finanzielle Vorteile.

 

Ihr habt in der Kategorie zudem mehrere Impact Business Models. Kannst Du kurz beschreiben, was diese bedeuten und ausmachen?

Wir haben festgestellt, dass wir als Anbieter einer Polyestermembran das fehlende Element in der Textilindustrie im Bereich Kreislauftextilien sind. Polyester macht 80% der Synthetik-Materialien unserer Industrie aus.

Wir können Produkte über unsere Monomaterial-Strategie schon so vorbereiten, dass sie am Ende ihres Lebens einfach recycled werden können. Und das war auch der Kern sämtlicher Innovationsthemen und Entwicklungsprojekte der letzten Jahre. Wir geben unseren Kunden dadurch die Möglichkeit sich heute schon auf die Kreislaufwirtschaft einzustellen.

 

Welchen konkreten Impact habt ihr mit den Maßnahmen in dieser Kategorie erreichen können? Worauf seid ihr besonders stolz?

Wir haben bereits 2016 ein Konsortium gegründet, deren Mitglieder die Kreislaufwirtschaft in der Textilindustrie repräsentieren – Wear2Wear. Alle Partner haben über fünf Jahre daran gearbeitet, dass Kreislaufwirtschaft bereits heute in der Textilindustrie möglich ist.

Wir haben letztes Jahr auf der ISPO in München eine Jacke vorgestellt, auf die wir ganz besonders stolz sind: Eine komplett aus Alttextilien hergestellte Jacke. Wir haben damit den Beweis geführt, dass Kreislaufwirtschaft möglich ist. Wir haben eine Referenz geschaffen, an der sich die neue EU Gesetzgebung orientieren kann. Es ist somit keine Theorie mehr, sondern fassbare Realität.

 

Ohne wen wäre die Auszeichnung nicht möglich gewesen?

Ich glaube die Strategie konnte nur Realität werden, weil sie von allen Mitarbeitern gemeinsam ermöglicht wurde und damit Leitgedanke für alle Aktivitäten in allen Bereichen ist.

Es wurde nichts von oben nach unten gesteuert, sondern jegliche Veränderung konnte von unten nach oben in der Organisation wachsen und somit können sich auch alle mit den Ergebnissen identifizieren. Und dabei war entscheidend, dass wir 2016 als Kernstrategie „We are closing the loop, together“ gemeinsam mit allen Mitarbeitern entwickelt haben.

Dafür haben wir damals das Unternehmen für einen Tag geschlossen und gemeinsam das Fundament erarbeitet. Hätten wir das nicht gemacht, wäre es vermutlich fragmentarisch geworden oder nur ein bisschen Greenwashing. So ist es tatsächlich eine Realität, die in alle Bereiche des Unternehmens automatisch einfließt. Jeder versucht, schon fast auf eine natürliche Art und Weise, das Unternehmen jeden Tag ein Stückchen mehr in die Richtung zu bringen, in die sich unsere Industrie ganzheitlich hin entwickeln muss.

 

Abschließend, was sind 3 Wörter, die für Dich die B Corp-Bewegung ausmachen?

 Mut.

… weil diejenigen, die sich der Bewegung anschließen, nicht nur die sind, die erkannt haben, dass sich Dinge ändern müssen, sondern auch den Mut haben, entgegen von Widerständen und Kritik, sie auch tatsächlich umzusetzen.

 

Realistisch.

…weil es tatsächlich durch die Umsetzung in den Unternehmen nicht eine Moraltheorie ist! In Realität beweist jedes B Corp-Unternehmen jeden Tag neu, dass eine andere Form des Wirtschaftens auch ein Erfolgsmodell ist. Dabei widersprechen Nachhaltigkeit und soziale Verträglichkeit in keinem Fall wirtschaftlichem Erfolg – beides kann im Gleichklang laufen.

 

Kollaborativ.

…weil jeder, der sich mit der Kreislaufwirtschaft auseinandersetzt feststellen wird, dass in einem Wirtschaftssystem, bei dem jeder gleichzeitig Kunde und Lieferant ist, Wettbewerb gar nicht mehr funktionieren kann. Und insofern ist B Corp der Upgrade dessen, was Wirtschaft bedeuten kann und daher ein Beispiel dafür, wie die Zukunft aussehen wird.

 

Über Sympatex

Als einer der weltweit führenden Anbieter ist Sympatex® seit 1986 Synonym für Hightech-Funktionsmaterialien in Bekleidung, Schuhen, Accessoires und technischen Anwendungsbereichen. Sympatex entwickelt, produziert und vertreibt gemeinsam mit ausgewählten Partnern weltweit Membrane, Laminate und Funktionstextilien sowie Fertigfabrikate. Die Technologien und Prozesse basieren auf dem Prinzip von ökologischer Verantwortung und Nachhaltigkeit unter besonderer Berücksichtigung eines minimierten Carbon Footprints. Sympatex ist weltweit mit Verkaufsbüros und Niederlassungen vertreten.

Mehr Informationen auf www.sympatex.com

Über “Best for the World™

Jedes Jahr zeichnet B Lab die leistungsstärksten B Corps aus. “Best for the World” lautet die Auszeichnung für ein B Corp-zertifiziertes Unternehmen, wenn es in einem der fünf Wirkungsbereiche – Gemeinschaft, Kunden, Umwelt, Unternehmensführung und Mitarbeitende – zu den weltweit besten 5 % in ihrer jeweiligen Größengruppe gehören. Diese Unternehmen beweisen, dass sie erfolgreich die drei Säulen der Nachhaltigkeit integriert haben und als “die Besten für die Welt” eine Vorreiterrolle in einer Bewegung einnehmen, die die Transformation der Wirtschaft zu einer einer Stakeholder-orientierten und inklusiven Wirtschaft vorantreibt.

Dieses Interview erschien zuvor auf Karry Schwettmann’s Blog

Mehr als Bäume pflanzen: Wie Ecosia ihre Mission nachhaltig im Unternehmen verankert und welche Rolle die Community spielt

  • Umweltverantwortung und zirkuläres Wirtschaften

Ecosia wurde in diesem Jahr von B Lab zum sechsten Mal in Folge in der Kategorie Gesellschaft (“Community”) als “Best for the World” ausgezeichnet. Wir stellen Génica Schäfgen, Head of Ecosia Germany, 5 Fragen dazu und erfahren u.a. welche weiteren Maßnahmen den Baumpflanzbemühungen zugrunde liegen und wie sich B Corp- und Purpose-Bewegung ergänzen.

Was hat aus Deiner Sicht zu dieser Auszeichnung geführt? Was repräsentiert die hohe Punktzahl in der Kategorie?

Das Thema Gemeinschaft steht im Mittelpunkt all unserer Projekte. Ecosia pflanzt Bäume dort, wo sie am dringendsten benötigt werden, dabei ist die Pflanzung selbst aber nur ein kleiner Teil unserer Baumpflanzbemühungen. Das Überleben und die Pflege unserer Bäume hängt nämlich davon ab, wie sehr die Gemeinschaft die Bäume wertschätzt. Durch die Zusammenarbeit mit den Gemeinschaften werden den Menschen vor Ort, die die Bäume pflanzen, ​​stabile Beschäftigungsverhältnisse und die Erwirtschaftung eines eigenen Einkommen ermöglicht. Auch können sie Erträge aus z.B. Agroforstsystemen zum Eigenbedarf nutzen oder verkaufen. Oft reinvestieren sie dann wieder in die Begrünung ihrer Region. Beides kann zur Stabilisierung der politischen und wirtschaftlichen Lage in diesen Ländern beitragen. Die Menschen, die in den Projekten arbeiten und die neu gepflanzten Bäume können unglaublich viel bewirken: Die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort werden verbessert, die Ökosysteme und die Artenvielfalt werden geschützt und der Klimawandel, wird durch die CO2-Absorptionskapazitäten der Bäume, aktiv bekämpft.

 

Ihr habt in der Kategorie zudem ein Impact Business Model. Kannst Du kurz beschreiben, was dieses bedeutet und ausmacht?

Seit unserer Gründung im Jahr 2009 ist es unsere Mission eine ökologische, soziale und wirtschaftlich nachhaltigere Welt zu schaffen. Innerhalb dieser Mission werden z.B. unsere Baumpflanzbemühungen im Rahmen des von B Lab ernannten

Impact Business Models “Designed to Give” im Bereich Gesellschaft anerkannt. Wir gehen dann noch einen Schritt weiter und haben unsere Mission in der Unternehmensstruktur verankert. So hat unser Gründer Christian Kroll 2018 seine Anteile an die Purpose-Stiftung abgegeben und Ecosia so in ein Purpose-Unternehmen umgewandelt, um rechtlich garantieren zu können, dass niemand, einschließlich ihm selbst, jemals Ecosia gewinnbringend verkaufen oder vererben kann, oder die Gewinne für etwas anderes als für das Gemeinwohl zu verwenden. So kann Ecosia garantieren, dass unsere Art des Wirtschaftens für immer dem guten Zweck dienen wird. Und dieser Philosophie folgen mittlerweile immer mehr Unternehmen in Deutschland, z.B. innerhalb der Purpose-Bewegung.

 

Welchen konkreten Impact habt ihr mit den Maßnahmen in dieser Kategorie erreichen können? Worauf seid ihr besonders stolz?

Wir haben mittlerweile weltweit über 130 Millionen Bäume in über 30 Ländern pflanzen können und mit unserer Idee einer gemeinnützigen Suchmaschine viele Menschen und Unternehmen inspiriert, einen ähnlichen Weg zu gehen. Dieses Jahr haben wir einen riesigen Erfolg gefeiert, als der Android-Choice Screen von Google abgesetzt wurde. Dies war ein “Auswahlbildschirm” auf Android-Geräten, für den alternative Suchmaschinen auf einer Auktion für einen Platz als Standardsuchmaschine bieten mussten, und dabei letztendlich nur die höchstbietenden als Option angezeigt wurden. Nachdem wir anfänglich den Choice-Screen vollständig boykottierten, entschlossen wir uns später, gemeinsam mit anderen alternativen Suchmaschinen, Druck auf die Europäische Kommission auszuüben, sodass sie gegen die Wettbewerbswidrigkeit des Auswahlbildschirms vorgingen. Für uns war das Ergebnis dieser Bemühungen in diesem Jahr ein Riesenerfolg gegen wettbewerbswidriges Verhalten und für Fairness auf dem Suchmaschinenmarkt. Denn letztendlich möchten wir unser Geld, als gemeinnützige Suchmaschine, für das Pflanzen von Bäumen verwenden, und nicht um andere Suchmaschinen zu bezahlen.

 

Ohne was oder wen wäre die Auszeichnung nicht möglich gewesen? 

Ohne unsere 15 Millionen weltweiten User sowie unsere Baumpflanzpartner*innen. Nur durch die Suchen unserer wachsenden User-Community konnten wir schon über 130 Millionen Bäume pflanzen und zu der Umweltbewegung werden, die wir heute sind. Jeder Einzelne, der mit uns sucht, trägt dazu bei, dass unser Baumzähler stetig nach oben zählt. Genauso wichtig sind natürlich unsere Projektpartner*innen, die die Projekte realisieren und mitgestalten, sowie die Gemeinschaften vor Ort, die für den Erhalt ihrer Ökosysteme kämpfen.

 

Abschließend, was sind 3 Wörter, die für Dich die B Corp-Bewegung ausmachen?

sozial, nachhaltig, gemeinsam.

 

Über Ecosia

Ecosia, mit Hauptsitz in Berlin, ist die größte gemeinnützige Suchmaschine der Welt, und wurde 2009 von Christian Kroll gegründet. Bis heute hat sie über 130 Millionen Bäume in mehr als 30 Ländern weltweit gepflanzt, darunter Spanien, Indien, Burkina Faso, Australien, Brasilien und Indonesien. Seit 2017 baut Ecosia Solaranlagen in Deutschland, um sicherzustellen, dass die weltweiten Serverleistungen für die Suchanfragen mit erneuerbarer Energie kompensiert werden können. Mittlerweile produzieren die Solaranlagen 200% des eigenen Energieverbrauchs in Form von erneuerbarer Energie. Monatliche Finanzberichte ermöglichen einen transparenten Blick in Einnahmen und Ausgaben.

Mehr Informationen auf www.ecosia.org

 

 

Über “Best for the World™

Jedes Jahr zeichnet B Lab die leistungsstärksten B Corps aus. “Best for the World” lautet die Auszeichnung für ein B Corp-zertifiziertes Unternehmen, wenn es in einem der fünf Wirkungsbereiche – Gemeinschaft, Kunden, Umwelt, Unternehmensführung und Mitarbeitende – zu den weltweit besten 5 % in ihrer jeweiligen Größengruppe gehören. Diese Unternehmen beweisen, dass sie erfolgreich die drei Säulen der Nachhaltigkeit integriert haben und als “die Besten für die Welt” eine Vorreiterrolle in einer Bewegung einnehmen, die die Transformation der Wirtschaft zu einer einer Stakeholder-orientierten und inklusiven Wirtschaft vorantreibt.

Dieses Interview erschien zuvor auf Karry Schwettmann’s Blog

Wie B Corp PNZ neue Nachhaltigkeits-standards in der Chemieindustrie setzt

  • Produktion
  • Umweltverantwortung und zirkuläres Wirtschaften

Interview mit Marcel Pietsch-Khalili

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Die B Corporation PNZ Holzpflege Manufaktur wurde in diesem Jahr von B Lab in der Kategorie Umwelt als “Best for the World” ausgezeichnet. Wir stellen Marcel Pietsch-Khalili, Geschäftsführer, 5 Fragen dazu und erfahren u.a. wie PNZ als Chemieunternehmen Nachhaltigkeit angeht und welche Faktoren ausschlaggebend für die Erfolge der letzten Jahre waren.

Was hat aus Deiner Sicht zu dieser Auszeichnung geführt? Was repräsentiert die hohe Punktzahl in der Kategorie?

Wir sind sehr begeistert, es unter die Top 3 der Welt in unserer Kategorie geschafft zu haben. Aber vor allem freut es uns, dass unsere Vision aufgeht, in einer High-Impact-Branche wie der Chemieindustrie Nachhaltigkeit auf eine ganz neue Art und Weise anzugehen.

Unser B Corp Score im Bereich „Umwelt“ liegt derzeit bei 55,8. Dieses Ergebnis haben wir nicht nur für die Entwicklung besonders umweltfreundlicher Produkte erhalten. Insbesondere ist es uns gelungen, Produktionsverfahren und Produkt-Lebenszyklus immer weiter zu optimieren. Ein Beispiel: Wir haben so „nebenbei“ zur eigentlichen Produktentwicklung ein neuartiges Reinigungssystem und ein Bewertungstool für den Impact von Produktverpackungen entwickelt. Es ist uns gelungen, unsere Firma in Scope 3 (also inklusive der Lieferkette) CO2-neutral zu machen. Außerdem forschen wir mit international renommierten Instituten an neuartigen Technologien, wie Chemie noch ressourcenschonender und umweltverträglicher werden kann.

All diese parallelen Entwicklungen waren nur möglich, weil wir Nachhaltigkeit zum Herzstück unseres Geschäftsmodells machen konnten.

Ihr habt in der Kategorie Umwelt zudem ein Impact Business Model. Kannst Du kurz beschreiben, was das ist und was dieses ausmacht?

Wir verstehen Nachhaltigkeit nicht als ein Business-Ziel, sondern als zentralen Kern aller unserer Aktivitäten. Daher haben wir auch keine Nachhaltigkeitsabteilung, sondern die Arbeit an einem ressourcenschonenden Umgang mit der Natur und der Gesellschaft ist Aufgabe aller Mitarbeiter – an jedem Tag. Unser Impact Business Model umfasst 6 Ebenen:

  1. Produkte und ihr Lebenszyklus: von regionalen Rohstoffen, Verpackungen über Lebensdauer als relevanten Nachhaltigkeitsfaktor bis hin zum End-of-lifecycle
  2. Unsere Produktion mit allen Inputs und Outputs (auch Wasser, Luft, etc.)
  3. Unsere Wertschöpfungskette: insb. Ethik und Scope 3 Kompensation (keine unerkannte exportierte Verschmutzung)
  4. Neue Technologien: CO2-Reduktion und andere Forschungsprojekte
  5. Soziale Fragen: wir bewerten uns nach den UN-Nachhaltigkeitszielen (SDG 17) und haben eine Haltung zu wichtigen sozialen Fragen

Last but not least:

6. Die Organisation von Nachhaltigkeitsbemühungen im Unternehmen

Welchen konkreten Impact habt ihr mit den Maßnahmen in dieser Kategorie erreichen können? Worauf seid ihr besonders stolz?

Unsere Holzpflege Manufaktur liegt im Naturpark Altmühltal. Der Weg zur Arbeit führt uns durch einen der größten zusammenhängenden Buchenwälder Deutschlands. Dieser Standort und der starke regionale Bezug unserer 45 Kollegen hat unsere Überzeugung geprägt, dass man mit Nachhaltigkeit nie fertig ist.

Wenn wir unsere Top 3 Ergebnisse der letzten 5 Jahre aussuchen müssten, wären das wahrscheinlich folgende:

Umweltschutz

Wir haben uns in allen Bereichen dem Umweltschutz verschrieben und lassen uns daran messen: Wir stellen Produkte aus nachwachsenden, regionalen Rohstoffen her mit dem Ziel, den CO2-Footprint auf null zu reduzieren. Wir kompensieren den heute nicht vermeidbaren Footprint zu 100% in Scope 3. Unsere Reduktionsziele lassen wir extern im Rahmen der UN Science Based Targets Initiative und der ISO 14001 überprüfen und validieren. Wir legen regelmäßig öffentlich Rechenschaft über unsere Erfolge (und Misserfolge) ab, zum Beispiel in einem jährlichen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht.

Unternehmensorganisation

Die Unternehmensorganisation ist die Grundvoraussetzung für echte Impact-Verbesserung. Bei uns sind alle Kollegen damit befasst, in ihrem Bereich nach Lösungen für mehr Nachhaltigkeit zu sorgen. Diese flache Organisationsform hat sich für uns als sehr produktiv erwiesen. Neben der Entwicklung immer nachhaltigerer Produkte sind daraus z.B. eine bruchsichere Versandverpackung für Farben mit 50% weniger Kartonage und ohne Kunststoffe oder ein neuer Reinigungsprozess für Produktionsbehälter entstanden, der Abfall um 80% reduziert.

Zudem forschen wir seit vielen Jahren erfolgreich an neuen Technologien, deren Umweltbelastung nicht mit zunehmendem Output skaliert und haben dazu unseren Produktentwicklungsprozess komplett umgebaut. Unser Labor forscht nicht mehr an Produkten, sondern an der kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeit des gesamten Rohstoff-Portfolios. Die daraus beschriebenen (und auch neu entdeckten) Rohstoffe gehen erst dann in die Produktformulierung ein, wenn sie unter Qualitäts- und Umweltgesichtspunkten für uns geeignet sind. Durch diesen permanenten Entwicklungsprozess ist es uns z.B. gelungen, das erste 100% Öl für den Außenbereich mit einem Anteil nachwachsender Rohstoffe von derzeit 96% zu formulieren.

Internationale Zusammenarbeit

Wir glauben fest an die Kraft von internationaler Zusammenarbeit. Daher arbeiten wir regelmäßig an nationalen und internationalen Forschungsprojekten mit, derzeit eines zur Erstellung einer zentralen Umweltdatenbank für die Chemieindustrie und eines mit der Max-Planck-Gesellschaft zur Gewinnung von Rohstoffen aus CO2. Wir teilen unser Wissen und unsere Erfahrungen auch mit Marktbegleitern, weil es die gesamte Branche besser macht. Und natürlich beziehen wir unsere Lieferkette mit ein und arbeiten eng mit Lieferanten an Nachhaltigkeit und der Einhaltung von Standards zusammen.

Ohne was oder wen wäre die Auszeichnung nicht möglich gewesen? 

Diese Frage ist für uns ganz einfach zu beantworten. Es sind unsere Mitarbeiter, die den Strategieprozess hin zum kohärenten Impact Business Model angestoßen, die die Unternehmensentwicklung getragen und viele kleine und große Verbesserungsmaßnahmen entdeckt, entwickelt und umgesetzt haben. Dieses breite Fundament war die Grundlage für alles.

Abschließend, was sind 3 (oder 5 :)) Wörter, die für Dich die B Corp-Bewegung ausmachen?

Gemeinsam für eine bessere Welt.

 

 

Über PNZ Holzpflege Manufaktur

Im idyllischen Naturpark Altmühltal sind wir sehr mehr als 50 Jahren zuhause. In der PNZ Holzpflege-Manufaktur in Kipfenberg arbeiten 45 Menschen jeden Tag daran, die besten Pflegeprodukte für Holz herzustellen.

Dabei haben wir besonders hohe Ansprüche. Sowohl an die Nachhaltigkeit in allem, was wir tun, als auch an die Qualität unserer Produkte. Das beginnt schon bei der Gewinnung der Rohstoffe, die so weit wie möglich aus unserer direkten Umgebung kommen. Dass unsere Produktion und Logistik vollständig CO2-neutral sind, garantieren wir in Zusammenarbeit mit der internationalen Climate Neutral Group. Besonders stolz sind wir auf unsere Zertifizierung als ganzheitlich nachhaltige B Corporation, bei der sowohl die ökologischen als auch die sozialen Auswirkungen des unternehmerischen Handelns einer genauen Prüfung unterzogen werden.

Wir zeigen, dass Nachhaltigkeit praktisch machbar ist. Und wir wollen unser großes Ziel erreichen: Nur noch positive Fußabdrücke zu hinterlassen!

Mehr Informationen auf www.pnz.de

 

 

Über „Best for the World“™

Jedes Jahr zeichnet B Lab die leistungsstärksten B Corps aus. “Best for the World” lautet die Auszeichnung für ein B Corp-zertifiziertes Unternehmen, wenn es in einem der fünf Wirkungsbereiche – Gemeinschaft, Kunden, Umwelt, Unternehmensführung und Mitarbeitende – zu den weltweit besten 5 % in ihrer jeweiligen Größengruppe gehören. Diese Unternehmen beweisen, dass sie erfolgreich die drei Säulen der Nachhaltigkeit integriert haben und als “die Besten für die Welt” eine Vorreiterrolle in einer Bewegung einnehmen, die die Transformation der Wirtschaft zu einer Stakeholder-orientierten und inklusiven Wirtschaft vorantreibt.

Dieses Interview erschien zuvor auf Karry Schwettmann’s Blog.